RATINGEN-HOMBERG

...das Juwel im Niederbergischen...

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Alles beim Alten

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Wer bereits im letzten Jahr und auch den Jahren davor die Bezirksausschusssitzungen in Homberg verfolgt hat, bei denen es um die Gemeindezentren in Homberg-Süd ging, wird sich bei der letzten Sitzung am 23. Juni 2010 nach eineinhalb Stunden gefragt haben: Was mache ich hier eigentlich?

An vielleicht erwähnenswerten Aspekten sind zu nennen:

  • Die neue CDU-nahe Initiativgruppe, die sich für den Erhalt des Gemeindezentrums als Begegnungszentrum für Jung und Alt in Homberg einsetzt, versteht sich bestens mit der Verwaltung der Stadt Ratingen, die in Person von Herrn Raßloff, Leiter des Sozialamts, vor Ort war. Auch Herr Raßloff versteht sich bestens mit der Initiativgruppe, der sogar eine Sitzungsunterbrechung gewidmet wurde, damit sie sich darstellen konnte, ein demokratisch denkwürdiger Vorgang.
  • Die Auffassungen beider Parteien sind jedoch völlig gegensätzlich. Die Initiativgruppe möchte die Stadt als Träger, würde sich fleißig ehrenamtlich beteiligen und zur Unterstützung einen Förderverein gründen, lauter Vorstellungen, die schon im vorigen Jahr von der „Bürgerinitiative zur Erhaltung der Gemeindezentren“ mit den Sprechern Günter Ziebell und Dr. Beck entwickelt und vielfach in der Presse verbreitet wurden. Damals jedoch schickten die Parteien „U-Boote“ in die Versammlungen der Bürgerinitiative, um deren Arbeit zu torpedieren.
  • Die Stadt will auf keinen Fall Träger sein, legt eine Kosten-Nutzen-Rechnung vor, die auf das inakzeptable Verhältnis von Einnahmen, viel zu geringe, und Ausgaben, viel zu hohe, hinweist, greift begeistert die für sie kostengünstige Idee vom Förderverein auf und weist auf dessen finanzielle Möglichkeiten hin, hat jetzt schon über ein Jahr lang Träger gesucht und scheut eine weitere, kreisweite und noch darüber hinausgehende Suche, da dafür Orientierungskriterien aufgestellt werden müssten, an die sich die Bewerber halten müssten und die als Auswahlkriterien für die Stadtverwaltung dienen könnten. Ein Förderverein freilich hätte keine rechtsverbindlichen Möglichkeiten in Abläufe und Gestaltung eines Begegnungszentrums einzugreifen, sondern müsste sich darauf beschränken Sponsorgelder zu aquirieren, die er dem Träger eines solchen Zentrums dann auf dem Wege der Spende zukommen lassen müsste.
  • Die neue Initiativgruppe zerlegt die Kostenrechnung der Stadt, weist Fehler nach und stellt ein anderes, günstigeres Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben auf, wo sich die Einnahmen und Ausgaben fast ausgleichen, „gegen Null gehend“. Die Ansätze sind richtig. Wenn sie jetzt noch öffentlich angekündigte Versammlungen abhalten und sich tatsächlich zu einer Interessenvertretung aller Hombergerinnen und Homberger mausern würden, wäre auch gegen diese Gruppe nichts einzuwenden. Aber Demokratie muss dort wohl erst noch ein bisschen geübt werden.

Alle Abstimmungsberechtigten weisen die Vorlage der Verwaltung zurück. Es folgt eine Pause, bis sich die Parteien auf einen gemeinsamen Antrag an die Verwaltung geeinigt haben.

Alles wie gehabt. Wann geht es weiter so?

 

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